Medizinische Lidoperationen

Ptosis

beschreibt ein herabhängendes Oberlid durch Funktionsstörung des Muskels. Die Ursachen können angeboren oder erworben sein. Bei neugeborenen Kindern besteht eine möglichst baldige OP-Indikation, wenn die Pupille verdeckt ist, sodass die frühkindliche Sehentwicklung gestört ist. Bei erworbener Ptosis sollte man mit einer OP-Entscheidung mindestens 6 Monate zuwarten. Eine genaueste Ursachenabklärung ist unumgänglich.


Xanthelasmen

sind zunehmende gelbliche Fettablagerungen im Ober- und Unterlidbereich. Sie sind immer gutartig, neigen aber auch nach operativer Entfernung zum Rezidiv. Die Lid-Operation kann sowohl chirurgisch als auch mit dem CO2-Laser in Lokalanästhesie und ambulant durchgeführt werden.


Lidtumoren

Da das Lid ein Teil der Haut ist, treten nahezu die gleichen Tumoren auf. Hier die wichtigsten: Chalazion, Atherome, Dermoidzysten, Hämangiome, Melanome, Basaliome, Spinaliome und Karzinome. Bei all diesen Veränderungen ist eine rechtzeitige und histologisch abgesicherte, chirurgisch durchgeführte Entfernung notwendig.


Blepharochalasis

bedeutet eine sichtbare, zunehmende, meist kosmetisch störende Erschlaffung der Lider, oft mit vorgewölbten Fetthernien (sog. Tränensäcken) kombiniert. Mehr dazu unter kosmetische Lidchirurgie


Ektropium

Beim Ektropium handelt es sich um ein Auswärtsdrehen des Unterlides mit dadurch bedingtem, sehr störendem Scheuern der Wimpern auf dem Auge. Das Ektropium ist eine durch verschiedenste Ursachen bedingt auftretende Erschlaffung des Unterlides und der dadurch verursachten Störung des Tränenabflusses und ständigen Entzündungen. Bei beiden Erkrankungen ist eine konservative Therapie nur in Anfangsstadien möglich, später ist nur ein chirurgischer Eingriff mit Verbesserung der Lidstellung sinnvoll.


Entropium

Hierbei handelt es sich um eine Einwärtskehrung des Lides, meist des Unterlides, mit schleifenden Wimpern auf der Hornhaut, bedingt durch ein gestörtes Muskelgleichgewicht zwischen dem Lidschließmuskel und den Lidöffnern. Meist liegt ein erhöhter Muskeltonus (Krampf) der lidrandnahen Fasern des Lidschließmuskels vor. Dies tritt vorwiegend im Alter auf, (Entropium senile), kommt aber auch angeboren bei Säuglingen oder bei ständigem Lidkrampf, z.B bei einer bestehenden Augenentzündung, vor. Auch Bindehautnarben können durch Schrumpfung zur Einwärtskehrung des Lides (Narbenentropium) führen.