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Der Graue Star (Katarakt)

Der Graue Star ist prinzipiell nicht gefährlich und kann heutzutage mit modernen Operationstechniken und -geräten problemlos operiert werden.

Das geringe Restrisiko, das bei jedem operativen Eingriff angesetzt werden muss, steht meist nicht im Verhältnis zu den gewonnenen Sehverbesserungen, die auch eine bessere Lebensqualität vermitteln.

Vor der Operation

Die Vorbereitung auf die Operation besteht in erster Linie in einer gründlichen Untersuchung durch den Augenarzt und in einer allgemeinen Beurteilung der Operationsfähigkeit durch den Hausarzt. Da die Operation des Grauen Stars meist in lokaler Betäubung vorgenommen wird, sollte je nach geplanter Form der Lokalanästhesie (Tropfanästhesie/Parabulbäranästhesie) gegebenenfalls auf eine vorherige Mahlzeit verzichtet werden.

Der Patient muss seine üblichen Medikamente auch vor der Operation einnehmen. Um den Eingriff so angenehm wie möglich zu gestalten, erhalten unsere Patienten kurz vor dem Eingriff ein Beruhigungsmittel.

Ablauf der Operation (Katarakt-Operation)

Mit dieser Technik wird ein Ergebnis erreicht, das dem natürlichen Sehen sehr nahekommt. Oft muss der Patient nach der Behandlung nur beim Lesen eine Brille tragen.

Der Austausch der natürlichen Linse mit einer Kunstlinse erfolgt in drei Schritten:

Im ersten Schritt wird ein winziger, tunnelartiger Zugang (Kleinschnitttechnik) gesetzt. Dieser ist so klein, dass er nach der Operation nicht einmal genäht werden muss.

Danach kann der Linsenkern mittels einer speziellen Ultraschallsonde zerkleinert und entfernt werden (Phakoemulsifikation).

In den Kapselsack wird nun die Hinterkammerlinse eingesetzt, diese ist meist faltbar, damit sie durch den kleinen Schnitt ins Auge eingeführt werden kann.

Nach der Operation

Das operierte Auge wird mit einem Salbenverband abgedeckt, der meist bis zum nächsten Tag auf dem Auge verbleibt. Bei ambulanten Operationen beginnt man mitunter schon am Operationstag mit der Gabe der Augentropfen. Meist wird tagsüber alle zwei Stunden eingetropft. Die Medikamente enthalten Kortison zur schnelleren Heilung und Antibiotika zur Vermeidung einer Infektion. Da das Auge bei Anwendung der Kleinschnitttechnik schnell reizfrei ist, wird der Verband meist schon am ersten Tag nach der ersten Operation nicht mehr benötigt.

Er sollte jedoch zur Sicherheit in der ersten Woche noch zur Nacht getragen werden, damit sich der Patient nicht unwillkürlich in das operierte Auge fassen kann. Tritt in der ersten Zeit ein Blendungsgefühl ein, kann eine Sonnenbrille Abhilfe schaffen.

Nach der Operation darf am Auge nicht gerieben werden. In der ersten Woche sollten körperliche Anstrengungen und das Tragen von schweren Lasten vermieden werden. Fernsehen ist ohne Einschränkungen erlaubt und beeinflusst den Heilungsprozess nicht. Falls eine Brillenverordnung notwendig ist, erfolgt diese nach etwa vier Wochen.

Häufige Fragen

Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Operation?

Heute wird die Staroperation dann vorgenommen, wenn die Linsentrübung das berufliche und private Leben des Patienten deutlich beeinträchtigt. Liegt der Graue Star beiderseits vor, wird zunächst das schlechtere Auge, frühestens eine Woche später das Partnerauge, operiert.

Ist eine ambulante oder stationäre Operation vorzuziehen?

Medizinisch gesehen sind beide Verfahren gleichwertig. Bei komplexeren Erkrankungen oder sehr schwer beweglichen Patienten wird man vorzugsweise einen stationären Krankenhausaufenthalt vornehmen, um ihnen Wege zu ersparen und sie in der ersten Zeit nach der Operation nicht allein zu lassen. Jüngere, gut bewegliche oder in der Familie lebende Patienten entscheiden sich meist für eine ambulante Operation. Wichtig ist, dass nach der Operation die Verwendung von Augentropfen und regelmäßige Augenarztkontrollen notwendig sind.

Welche Komplikationen können auftreten?

Die Komplikationsrate während der Operation ist sehr gering und liegt weit unter einem Prozent. Die schwerwiegendste Komplikation ist die Infektion des Auges (0.05-0.15%). Netzhaut- oder andere augenärztliche Komplikationen sind ausgesprochen selten.

Was passiert, wenn ich mich nicht operieren lasse?

Meist nimmt die Sehschärfe allmählich ab, bis letzten Endes nur noch der Lichtschein der Sonne oder einer hellen Lampe wahrgenommen werden kann und praktisch Erblindung eintritt. Ein späterer oder herausgeschobener Operationstermin kann die Operation erschweren und die Erfolgsaussichten mindern. Ist die Linse überreif, kann Linseneiweiß austreten, Schmerzen verursachen und zur vollständigen Erblindung mit Absterben des Sehnervs führen. Aus diesem Grunde ist eine Staroperation bei sehr stark eingetrübter Linse auch dann notwendig, wenn wegen einer anderen Augenverletzung keine Sehverbesserung zu erwarten ist.

Wie entwickelt sich die Sehschärfe nach der Operation?

Bei Anwendung der Kleinschnitttechnik ist oft schon 1 oder 2 Tage nach der Operation eine recht gute Sehschärfe vorhanden. Bei anderen Operationsverfahren dauert es mitunter etwas länger. Das Sehvermögen steigt nach der Operation kontinuierlich an. Natürlich hängt der Erfolg der Operation in hohem Maße von anderen Augenerkrankungen ab. Liegt beispielsweise zusätzlich an der Netzhaut eine Durchblutungsstörung vor, kann die Sehschärfe nur so gut werden, wie es die Netzhautveränderungen zulassen.

Bin ich mit 90 Jahren nicht schon zu alt für die Operation?

Es gibt keine Altersgrenze für eine Staroperation. Da niemand seine Lebenserwartung kennt, sollte auch im fortgeschrittenen Alter operiert werden. Die Operation ist in jedem Alter lohnenswert. Allerdings ist die Sehschärfe bei älteren Menschen nach der Operation mitunter nicht ganz so gut wie bei jüngeren, weil oft andere Altersveränderungen des Auges, insbesondere an der Netzhaut, der Hornhaut vorliegen.

Was kann ich tun, um den Grauen Star zu verhindern?

Den Grauen Star kann man weder verhindern noch mit Medikamenten oder einer veränderten Lebensweise beeinflussen. Auch eine Störung der Augen oder ein spezielles Augentraining bringen keine Abhilfe. Bei Augenarztkontrollen, die entsprechend des Ausmaßes der Linsentrübung vierteljährlich bis jährlich erfolgen sollten, wird das Fortschreiten des Grauen Stars festgestellt und der Zeitpunkt der Operation zusammen mit dem Patient bestimmt.

Ich will mich operieren lassen, möchte aber nicht ins Krankenhaus. Gibt es für mich eine Lösung?

Seit einigen Jahren wird die Staroperation an vielen Einrichtungen, wie auch bei uns, vorwiegend ambulant im Rahmen eines tageschirurgischen Eingriffes vorgenommen. Dies ist möglich geworden, weil sich die Operationstechnik enorm verbessert hat und das Operationsrisiko sehr gering ist. Medizinisch gesehen sind die ambulante und stationäre Operation gleichwertig.

Kann der Graue Star auch operiert werden, wenn zusätzlich ein Grüner Star besteht?

Selbstverständlich ist dies möglich. Wichtig ist allerdings, dass zum Zeitpunkt der Operation der Augendruck im Normbereich liegt. Deshalb müssen die drucksenkenden Tropfen weiter ins zu operierende Auge gegeben werden.
Allerdings ist die Sehverbesserung nach der Operation vom Ausmaß der Schädigung des Sehnerven durch den Grünen Star abhängig, da diese durch die Operation nicht beseitigt werden kann.

Kann ich die künstliche Linse verlieren, muss Sie irgendwann ausgewechselt werden?

Die künstliche Linse ist fest im Auge verankert und kann deshalb nicht wie eine Kontaktlinse verlorengehen, auch nicht bei schnellen Bewegungen oder intensiven Belastungen. Sie verbleibt das ganze Leben lang sicher im Auge, unterliegt keinem Verschleiß und braucht nicht ausgetauscht oder ausgewechselt zu werden.

Spüre oder sehe ich die künstliche Linse im Auge?

Die künstliche Linse heilt im Auge reizfrei ein. Sie wird nicht bemerkt und führt zu keinem Fremdkörpergefühl. Die Linse im Auge ist weder vom Patienten noch von einem Beobachter ohne spezielle Hilfsmittel sichtbar, wenn sie an der Stelle der ehemals getrübten Linse positioniert wird.

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