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Makulaerkrankungen (Makulaforamen, epiretinale Gliose u.a.)

Bei einem Makulaforamen kommt es zu einer Lochbildung am Ort des zentral schärfsten Sehvermögens. Das Makulaloch kann von unterschiedlicher Ausprägung sein. Die Augenärzte unterscheiden von Grad I bis IV entsprechend der Größe und Tiefe des Makulaloches. Durch das Makulaloch kann eine Sehverschlechterung eintreten, welche mit ansteigender Gradzahl auch zunimmt. Die epiretinale Gliose ist eine Erkrankung, bei der sich an der Oberfläche der Netzhaut, auch am Ort des zentral schärfsten Sehens eine Membran bildet. Diese Membran kann schrumpfen und dabei die Netzhaut in Falten legen. Die Patienten mit epiretinaler Gliose leiden unter sog. Metamorphobsien, d.h. gerade Linien können wellig erscheinen oder es tritt eine Sehverschlechterung auf.

Beide Erkrankungen werden durch Vitrektomie mit membrane peeling behandelt: Der Ablauf der Glaskörperentfernung entspricht dem der einfachen Vitrektomie. Nach dem Entfernen des Glaskörpers können mit feinen Pinzetten Membranen von der Netzhaut entfernt werden. Falls die Membranen im Naturzustand nicht klar genug erkennbar sind, werden sie mit einem Farbstoff (Indocyaningrün) zusätzlich angefärbt.
Zum OP-Ende wird der Glaskörperraum bei einem Makulaforamen mit Gas aufgefüllt, bei einer epiretinalen Gliose genügt in der Regel klare Flüssigkeit.
Das Gas löst sich innerhalb von 3 bis 8 Wochen auf, in dieser Zeit ist es wichtig den Kopf nach unten zu lagern, sodass sich die Lochränder gut aneinanderlegen können.

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Netzhautablösung (intraokular, Buckelchirurgie) - Ablatio retinae

Grundsätzlich gibt es zwei Operationsmethoden bei der Netzhautablösung, die auch kombiniert werden können:
Eine Möglichkeit besteht darin, dass von außen auf das Auge eine Plombe oder Gürtelband (Silikonschläuchchen, Cerclage) aufgenäht wird und dadurch das verursachende Netzhautloch zur Wiederanlage gebracht werden. Die Flüssigkeitsansammlung unter der Netzhaut, die zur Netzhautablösung geführt hat, saugt das Auge von selbst wieder auf.

Eine zweite Möglichkeit besteht in der Entfernung des Glaskörpers (Vitrektomie). Durch Eingabe von Flüssigkeit, Luft, Gas oder Öl wird die Netzhaut wieder an ihre Unterlage angedrückt.

Hinweise für die Zeit nach der Operation
Falls eine Gas- oder Silikonölfüllung des Glaskörperraumes notwendig war, kann es sein, dass nur bestimmte Blick- und Kopfhaltungen möglich sind. Für den Heilungsverlauf ist es wichtig, dass diese Anweisungen eingehalten werden.
Körperliche Anstrengungen sind nach der Operation zu vermeiden. Augentropfen sind exakt nach Therapieplan zu nehmen.
Der behandelnde Augenarzt wird Ihnen Kontrolltermine empfehlen, diese sind unbedingt insbesondere auch zur Augeninnendruckkontrolle streng einzuhalten.
Wenn Symptome wie plötzliche massive Kopfschmerzen, Sehverschlechterung oder Rötung und Schmerzen am Auge auftreten, suchen Sie bitte sofort Ihren behandelnden Augenarzt auf.

 

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