Pterygium (Flügelfell)
Definition:Das Flügelfell ist gekennzeichnet durch das Übergreifen von gefäßhaltigen Bindegewebe von der Bindehaut auf die Hornhaut im Lidspaltenbereich, besonders nasenwärts.
Ursache:Der Erkrankung liegen Veränderungen der oberflächlichen Hornhaut zugrunde. Auslösende Faktoren sind oft chronische äußere Reizeinwirkungen, meist durch verstärkte Exposition ultravioletter Strahlen. Deshalb wird das Pterygium vorwiegend bei Landwirten, Seeleuten sowie in tropischen und subtropischen Klimazonen angetroffen.
Klinisches Bild:Die Veränderungen beginnen zunächst nasenwärts, später auch schläfenwärts, in einem oder beiden Augen. Dabei wächst gefäßreiches Bindegewebe meist innerhalb von Jahren in Richtung Hornhautzentrum vor und zieht eine Bindehautschürze hinter sich her. Neben der Gefährdung der zentralen Optik der Hornhaut kann insbesondere ein irregulärere Hornhautverkrümmung zu einer erheblichen Sehbeeinträchtigung führen.

Behandlung:Weder die lokale Behandlung mit Augentropfen oder die Bestrahlung mit Betastrahlen noch operative Verfahren schützen sicher vor einem Wiederauftreten. Neuerdings werden Mitomycin – Augentropfen nach der Operation verwendet. Die Tropfen werden aus einem besonderen Pflanzengift gewonnen, müssen aber richtig dosiert werden.
Prognose:Sofern sich ein Flügelfell im Fortschreiten befindet, hat es auch die Tendenz, sich nach der Operation weiterzuentwickeln. Insbesondere die stark gefäßhaltigen Formen neigen mehr zu Rezidiven als weniger gefäßhaltigen, blassen Pterygien.




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