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Der Grüne Star (Glaukom)

Der Grüne Star ist ein Verlust von Nervenfasergewebe im Sehnervenkopf, des vordersten Teils des Sehnervs. Dies geschiet durch eine krankhafte Steigerung des Augeninnendrucks, bei älteren Patienten auch bei einer Durchblutungsstörung.

Beide Faktoren führen bei Nichtregulierung zu einem Schwund des Sehnervengewebes und, zum Untergang des Gewebes, zum Gesichtsfeldverfall und damit zu einem unwiederbringlichen Verlust des Sehvermögens.

Der Grüne Star (Glaukom) spielt nach wie vor in den Statistiken der Erblindungsursachen der entwickelten Länder eine unrühmliche Rolle, obwohl bei rechtzeitiger Diagnosestellung und sachkompetenter Behandlung die Prognose der Erkrankung nicht ungünstig ist.

Gerade beim Grünen Star kommt es aber auf eine Frühdiagnose an,
zumal die Patienten in den meisten Fällen keine Beschwerden haben
und ihre Erkrankung erst im Spätstadium bemerken.

Durch eine vorbeugende Messung des Augeninnendrucks bei Menschen über 40 Jahren,
wie sie immer wieder von Augenärzten gefordert wird,
kann der Grüne Star rechtzeitg erkannt und gezielt behandelt werden.

Der Augeninnendruck

Das Auge erhält seine kugelige Form durch den Innendruck, der wiederum von Kammerwasserbildung und -abfluss abhängt. Der Druck im Augeninneren (Angabe wie beim Blutdruck in Millimeter Quecksilbersäule) liegt normalerweise zwischen 10 und 21 mmHg (Mittelwert 15 mmHg). Er ist vom Lebensalter, im Alter höher als in der Jugend, und der Tageszeit (morgens höher als abends) abhängig.

Die Tagesschwankungen liegen normalerweise nie höher als 4 mmHg. Ein Glaukomverdacht besteht bei Druckwerten zwischen 22 und 26 mmHg. Ein wiederholt gemessener Augendruck über 26 mmHg ist krankhaft.

Die Beurteilung, ob ein Grüner Star vorliegt oder nicht, ist keinesfalls von nur einer einmaligen Messung des Augendrucks abhängig zu machen und ist nur durch den Augenarzt möglich: Viele Faktoren müssen beachtet werden, zum Beispiel wie hoch der Augendruck ist, wie stark er innerhalb eines Tages schwankt, ob in der Familie ein Grüner Star vorkommt (Grüner Star kann erblich sein), ob schon Gesichtsfeldausfälle vorliegen, wie der Sehnervenkopf beschaffen ist, wie hoch der Blutdruck liegt und wie die allgemeine Gefäßsituation einzuschätzen ist.

Warum kommt es zum Grünen Star?

Warum es bei einem Patienten zum Grünen Star kommt und beim anderen nicht, kann im Einzelfall meist nicht erklärt werden. Mit äußeren Ursachen oder der Lebensweise hat es jedenfalls nichts zu tun. Die Erhöhung des Augendrucks beruht auf einer Abflussstörung des im Auge gebildeten Kammerwassers, die verschiedene Ursachen haben kann. In 90 % der Fälle ist der Abflusswiderstand in den Maschen des Trabekelwerks durch Verkalkung erhöht. Das Trabekelwerk ist ein höchst sensibler Ort, an dem das Kammerwasser das Auge verlässt. Die Gründe dafür sind noch nicht vollständig erforscht.

Wie wird der Grüne Star bemerkt?

Der Grüne Star ist gekennzeichnet durch eine jahrelange symptomlose mäßige Drucksteigerung mit allmählichen, über einen langen Zeitraum unbemerkt bleibenden Gesichtsfeldausfällen. Der Patient nimmt die Gesichtsfeldausfälle meist erst dann wahr, wenn sie das zentrale Sehen beeinträchtigen, zu einem Zeitpunkt also, wo die entstandenen Schäden bereits nicht mehr rückgängig zu machen sind. In diesen Fällen kommt es darauf an, durch eine entsprechende Behandlung einen Fortschritt der Erkrankung und die Erblindung zu verhindern.

Wird der Grüne Star in diesem Stadium nicht erkannt, schreitet der Gesichtsfeldausfall weiter fort: Die Patienten können später nicht mehr fixieren und einen Gegenstand nicht mehr betrachten. Bestehen nur noch geringe periphere Gesichtsfeldreste, ist eine Orientierung im Raum kaum noch möglich. Im Endstadium sind die Patienten blind. Früherkennung ist beim Grünen Star deshalb besonders wichtig!

Die Drucksteigerung wird dem Auge nicht angesehen. Sie ist meist doppelseitig, beginnt aber an beiden Augen zu verschiedenen Zeitpunkten. Der Patient empfindet mitunter ein unspezifisches Druckgefühl oder eine Müdigkeit in den Augen, Symptome, die aber bei vielen Augenveränderungen auftreten können und daher nicht typisch sind. Da etwa 1 % der Bevölkerung über dem 40. Lebensjahr an dieser gefährlichen, weil unbemerkt bleibenden Glaukomform leidet, sollte bei jeder Brillenbestimmung in diesem Alter eine Messung des Augendrucks durch den Augenarzt vorgenommen werden.

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